Agit161 | Nr. 2 | März 2017 erschienen!

Auflage : 15.000

Wir sind wieder da. Es gibt anscheinend immer noch Geschehnisse, die an die Öffentlichkeit gehören. Für das Spendenkonto der Roten Hilfe für Repressionsfälle im Zusammenhang mit Aktionen gegen die Neo-Nazis in der letzten Zeit, gibt es nun eine aktualisierte IBAN: DE72 4306 0967 4007 2383 99

Wie letztes Mal: Wenn Ihr sie nicht in eurem Briefkasten findet, holt euch die neue Ausgabe im Café / in der Bar / im Bistro eures Vertrauens oder im Roten Buchladen.

Digitale Version: PDF

 

FAKE NEWS!

Wenn die Wahrheit zu schwach ist sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen“

Es gibt Wahrheiten, die so falsch sind, dass die Dummheit und der Zynismus die aus ihnen sprechen, zum Himmel schreien. Beunruhigend ist, dass gerade diese Wahrheiten wesentliche Regeln unseres Zusammenlebens deuten. Um im Geist der Zeit zu schreiben: basic-fake-news.

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Kein Scherz: Neonazis kommen am 1. April

Seit Januar 2017 blasen lokal und überregional aktive Neonazis zum „Aufmarsch“ durch die „Rote Hochburg Göttingen“. Pumpgun-Schütze und Horst-Wessel-Verehrer Mario Messerschmidt aus Adelebsen will dabei sein. NSU-Unterstützer und Justizwunder Thorsten Heise aus Fretterode (bei Heiligenstadt) kündigt sein Kommen an. Im Schlepptau: Neonazis und rechte Hooligans aus Nordrhein-Westfahlen, Thüringen und Sachsen.

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Wahlkampfhilfe für bewaffneten Neonazi-Haufen

An dieser Stelle wurde in der letzten Ausgabe von dem bewaffneten Neonazi-Angriff am 12.11.2016 berichtet. In der Anwesenheit zweier Streifenpoli­zistInnen konnten fünf Neonazis drei Antifaschist*innen mit Waffen angreifen und zum Teil schwer verletzen. Dies ereignete sich am helllichten Tag in der Göttinger Innenstadt. Die Waffen, welche die Neonazis bei sich trugen, wurden von der Polizei nicht aufgenommen, auch sonst wurden sie nicht durchsucht. Keiner von ihnen wurde zur Befragung auf das Revier mitgenommen und noch nicht einmal ihre Personalien wurden kontrolliert.

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Waffenfunde unter Neonazis in Süd-Nds.

Bei Hausdurchsuchungen in der Region wurden seit 2007 immer wieder illegale Waffen und Kriegswaffen bei Neonazis gefunden

Wir haben in Göttingen keine geschlossene rechte Szene“, erklärte der ehem. Polizeipräsident Hans Wargel Anfang 2009. Damals versuchte er, massive Waffenfunde bei bekannten Neonazis zu verharmlosen. Gleich tat es ihm auch Uwe Schünemann (CDU), zu dem Zeitpunkt nds. Innenminister, der lediglich von einer „hohe[n] Affinität zu Waffen“ sprach.

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„Mit Faschisten diskutiert man nicht“

Auftrag der alten Widerstandskämpfer*innen gegen die historischen Nazis an die jungen Generationen

Zusammen mit dem Erstarken rechter Kräfte in der BRD hat sich an vielen Stellen die gefährliche Ansicht eta­­bliert, die menschenverachtenden Aussagen der Rechten seien Teil des demokratischen Meinungsaustausches.

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Erinnerung und Warnung

Am 6. April 2006 wurde in Kassel Halit Yozgat vom sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet. Halit war 21 Jahre alt und betrieb ein kleines Internetcafé in der Holländischen Str. 82. Er wurde in Kassel geboren und lebte dort mit seiner Familie.

Sein Vater Ismail Yozgat bat im Gerichtssaal darum, die Holländische Straße zum Gedenken an seinen Sohn umzubenennen. Er wollte zur Umbenennungsfeier die Eltern von Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos einladen und bot ihnen an, gemeinsam Tauben aufsteigen zu lassen.

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